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Thai-Massage 186

Die Thai-Massage (thailändisch: Nuad Phaen Boran) gehört zu den traditionellen Heilmethoden des in Thailand praktizierten Medizinsystems. Zum Einsatz kommen Akupressur, Dehnung (passives Yoga), Energiearbeit und Meditation.

Die Thai-Massage geht auf den indischen Arzt Jivaka Kumar Bhaccha zurück, der vor mehr als 2500 Jahren lebte und Leibarzt des indischen Königs Bimbisara und ein Zeitgenosse und Freund Buddhas war. Zusammen mit dem Buddhismus gelangte das ayurvedische Wissen Kumar Bhacchas über Massagetechniken und Kräuterheilkunde im zweiten Jahrhundert v. Chr. nach Thailand. Dort entwickelte sich ein eigenständiges thailändisches Medizinsystem, das viele Parallelen zur indischen und chinesischen Medizin aufweist. Die Thai-Massage wurde viele Jahrhunderte lang ausschliesslich von Mönchen in Tempeln und Klöstern praktiziert und gelehrt. Heute wird die Thai-Massage in Spitälern und Massageschulen unterrichtet. Asokananda (Harald Brust, 1955-2005) war einer der ersten Europäer, der die Thai-Massage in den westlichen Ländern bekannt machte.

Die Thai-Massage basiert auf der Vorstellung, dass der menschliche Körper von unsichtbaren Energielinien durchzogen wird. Ähnlich wie in der indischen und chinesischen Medizin wird davon ausgegangen, dass die Lebensenergie (nach ayurvedischer Lehre „Prana“, nach chinesischer Lehre „Chi“) beim Atmen und mit der Nahrung aufgenommen und über Energielinien (nach ayurvedischer Lehre „Nadis“, nach chinesischer Lehre „Meridiane“) im Körper verteilt wird. Erkrankungen beruhen auf Energieblockaden und daraus resultierenden Störungen des Energiegleichgewichts.

Bei einer Thai-Massage werden nur die zehn wichtigsten Energielinien (thailändisch „Sen“) des Körpers behandelt. Auf ihnen liegen verschiedene Druckpunkte (sogenannte Marma-Punkte), über die ein Austausch von Energie zwischen dem Körper und der Energie des Universums möglich ist. Durch eine gezielte Massage dieser Punkte können Blockierungen der Lebensenergie beseitigt und damit Erkrankungen und Schmerzen positiv beeinflusst werden. Weiterhin trägt eine Thai-Massage zur allgemeinen Entspannung bei und fördert die Blutzirkulation.

Quelle: EMR Schweiz

Notwendige Ausbildungsdauer in Std. für die Krankenkassenanerkennung in der Schweiz:

Methodenausbildung: 150
Schulmedizinische Ausbildung: 150

EMR-Methode Nr. 186


 

 

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