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Rebirthing 162

Beim Rebirthing (zu Deutsch: „Wiedergeburt, neu geboren werden“) wird eine spezielle Atemtechnik eingesetzt, um während der Geburt erlebte Traumata aufzuarbeiten.

Die Technik des Rebirthing stammt aus den 1970er Jahren und geht auf den Amerikaner Leonard Orr zurück. Aufgrund eines persönlichen Interesses beschäftigte er sich mit den Themen Unsterblichkeit und Wiedergeburt, zu denen er auch Seminare gab. Beim langen Liegen in der Badewanne stellten sich eines Tages Erinnerungen an seine eigene Geburt ein. In der Folge zeigte er seinen Patienten, wie sie mit einem Schnorchel ausgerüstet in einer grossen Wanne die gleichen Empfindungen erleben konnten. Orr bemerkte dabei, dass sich im Wasser ein spezieller Atemrhythmus einstellte – und entwickelte daraus die Rebirthing-Atemtechnik ausserhalb des Wassers.

Seine Erkenntnisse und seine Erfahrungen mit verschiedenen Atemtechniken fasste Orr mit seiner Koautorin Sondra Ray in dem 1977 veröffentlichten Buch „Rebirthing in the New Age“ zusammen. Die darin vorgestellte Atemtechnik – die sogenannte Rundatmung – bildet die Grundlage für eine Methode der Selbsterfahrung und Persönlichkeitsfindung, die mittlerweile in der ganzen Welt verbreitet ist. Dem gegenüber findet Orrs Theorie der körperlichen Unsterblichkeit keine breite Akzeptanz.

Das Verfahren des Rebirthing beruht auf der Vorstellung, dass der Mensch bereits während seiner Geburt emotionale und körperliche Schmerzen erlebt, die sein Verhalten, seine Gefühle und seine Einstellungen während des ganzen weiteren Lebens beeinflussen. Mit Hilfe der speziellen Atemtechnik des Rebirthing soll es möglich sein, die negativen Erlebnisse der eigenen Geburt noch einmal zu durchleben und aufzulösen. Dieser Prozess kann mit einer Wiedergeburt verglichen werden: Durch das Auflösen alter Blockaden und Spannungen werden neue Lebensenergien freigesetzt, der Behandelte fühlt sich „wie neugeboren“.

Das Erlernen der Atemtechnik soll auch dazu führen, dass die Patienten weniger krank werden und sich selbst heilen können: Bei der Geburt lernen wir zu atmen, doch durch das erlebte Geburtstrauma wird das richtige Atmen wieder verlernt, die Menschen sind deshalb anfällig für Erkrankungen. Durch das Erlernen der Rebirthing-Atemtechnik kann das Geburtstrauma geheilt werden und somit auch die Anfälligkeit für Krankheiten, wie zum Beispiel Erkältungen.

Quelle: EMR Schweiz

Notwendige Ausbildungsdauer in Std. für die Krankenkassenanerkennung in der Schweiz:

Methodenausbildung: 150
Schulmedizinische Ausbildung: 150

EMR-Methode Nr. 162



 

 

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