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Rebalancing 161

Rebalancing (zu Deutsch: „wieder ins Gleichgewicht bringen“) ist eine Körpertherapie, bei der die bewusste Berührung in einer Synthese aus Bindegewebsmassage und Gelenklockerung im Vordergrund steht. Der Patient gelangt dabei körperlich, seelisch und geistig wieder ins Gleichgewicht.

Vorformen des Rebalancing entstanden Ende der 1970er Jahre in einem indischen Ashram des spirituellen Meisters Osho (1931-1990). Hier kamen Gruppen von Körpertherapeuten verschiedener Richtungen, wie zum Beispiel Rolfing, Posturale Integration, Alexander-Technik, Trager und Feldenkrais-Methode, in Kontakt. Der Austausch ihrer Erfahrungen und Kenntnisse führte zur Entwicklung einer neuen, gemeinsamen Form der Körperarbeit, bei welcher die emotionale Komponente im Vordergrund stehen sollte. 1980 bekam die neue Methode einen Namen; sie wurde Rebalancing genannt. 1981 wurde dann erstmals eine Rebalancing-Ausbildung auf der Basis eines festen Konzepts durchgeführt. Heute fliessen auch Erkenntnisse der Osteopathie in die Methode mit ein.

Das Ziel einer Rebalancing-Therapie ist es, die verschiedenen Ebenen eines Menschen (emotionale, mentale, körperliche und seelische Wirklichkeit) wieder in Einklang miteinander zu bringen. Nach Ansicht der Rebalancing-Therapeuten äussern sich seelische Vorgänge wie beispielsweise Ängste, Unsicherheiten oder unterdrückte Gefühle in körperlichen Verspannungen der Bindegewebshülle, die als Faszie bezeichnet wird. Mit Hilfe der Rebalancing-Körperarbeit sollen diese Faszien-Verspannungen gelöst werden und die Körpergewebe wieder ihre ursprüngliche Elastizität und Geschmeidigkeit erlangen. Auf diese Weise können die zugrunde liegenden seelischen Anspannungen erkannt und verändert werden, und dem Körper wird zu seiner natürlichen Balance zurück verholfen.

Da das Bindegewebe den ganzen Körper durchzieht, werden Fehlspannungen von einem Teil des Körpers zu einem anderen übertragen. Deshalb muss immer der ganze Körper behandelt werden, um verkürzte, verhärtete und miteinander verklebte Bindegewebsschichten zu lösen.

Quelle: EMR Schweiz

Notwendige Ausbildungsdauer in Std. für die Krankenkassenanerkennung in der Schweiz:

Methodenausbildung: 500
Schulmedizinische Ausbildung: 150

EMR-Methode Nr. 161



 

 

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