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Postulare Integration 150

Posturale Integration (englisch „posture“ = Haltung) versteht sich als eine Form der Körperpsychotherapie, bei der Körper, Gefühle und Verstand gemeinsam angesprochen und integriert werden. Im Zentrum steht die Wiederherstellung der Ganzheit der inneren und äusseren Haltung.

Die Methode der Posturalen Integration geht auf den Amerikaner und ehemaligen Philosophieprofessor Jack W. Painter (1933-2010) zurück. Painter war ein Schüler von Dr. Ida Rolf (1896-1979) und studierte auf der Suche nach einer umfassenden Heilmethode, die Körper, Seele und Geist gleichermassen berücksichtigt, verschiedene weitere östliche und westliche Therapiemethoden. Anfang der 1960er Jahre entwickelte er das Verfahren der Posturalen Integration als eine Form der ganzheitlichen Körperarbeit, die in einem synergistischen Ansatz verschiedene Methoden vereint: Auf der körperlichen Ebene ist Posturale Integration vor allem von Rolfing inspiriert, auf der Gefühlsebene finden sich Parallelen zum Psychoanalytiker Wilhelm Reich (1897-1957), der zur Erschliessung der Gefühle die Atemtherapie einsetzte. Die mentale Ebene basiert auf den Erkenntnissen der Gestalttherapie von Fritz Perls (1893-1970), während die transpersonale Ebene durch Integration respektive praktische Umsetzung im Alltag geprägt ist.

Die Methode basiert auf der Vorstellung, dass sich die Lebensgeschichte und die geistigen Einstellungen eines Menschen in seiner Körperhaltung widerspiegeln. Die im Lauf des Lebens gemachten Erfahrungen prägen die Bewegungen und die Haltung des Körpers, zum Beispiel können sich verdrängte seelische Probleme in Form von chronischen Verspannungen äussern. Durch die Massage der Muskulatur und des Bindegewebes wird es möglich, diese sogenannten „Muskelpanzer“ abzubauen und die zugrunde liegenden Gefühle oder Erinnerungen freizulegen. Im Verlauf der Therapie sollen die „alten“ Gefühls- und Gedankenmuster gelöst werden. Dadurch entstehen eine neue körperliche und geistige Flexibilität und eine gesteigerte Lebenskraft.

Quelle: EMR Schweiz

Notwendige Ausbildungsdauer in Std. für die Krankenkassenanerkennung in der Schweiz:

Methodenausbildung: 600
Schulmedizinische Ausbildung: 150

EMR-Methode Nr. 150



 

 

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