Sie sind hier: Startseite » Therapiemethoden

Ozontherapie 142

Ozon ist ein Sauerstoffmolekül, das sich aus drei Atomen Sauerstoff (O3) zusammensetzt und sehr reaktionsfreudig ist. Der Name Ozon stammt aus dem Griechischen „ozein“, was soviel bedeutet wie „nach etwas riechen“: Im Vergleich zu Sauerstoff ist Ozon ein stechend riechendes Gas. Bei der Ozontherapie wird ein Ozon-Sauerstoff-Gemisch, das mit einem speziellen Gerät hergestellt wird, äusserlich oder innerlich zur Behandlung von Beschwerden angewendet.

Natürlicherweise entsteht Ozon aus dem Sauerstoff der Luft durch die Ultraviolettstrahlen der Sonne oder bei elektrischen Entladungen von Blitzen. Das Ozon erfüllt in der oberen Erdatmosphäre eine ökologische Schutzfunktion, in Bodennähe wirkt es beim Einatmen als giftiges Reizgas. Der Basler Chemiker Christian Friedrich Schönbein (1799-1868) entdeckte das Ozon 1839 bei der Elektrolyse von Wasser. Bereits 1857 entwickelte Werner von Siemens die erste technische Apparatur zur Herstellung von Ozon. Nachdem bekannt wurde, dass Ozon wirkungsvoll Keime abtötet, setzte der Berliner Arzt Constantin Lender 1870 Ozon als Mittel zur Inhalation ein. Die bakterizide Wirkung von Ozon machte sich der Feldchirurg A. Wolff dann im ersten Weltkrieg bei der Behandlung von Wunden zunutze. In den 1930er Jahren hatte die Ozontherapie ihren Höhepunkt erreicht, wobei das Ozon meist mit Sauerstoff gemischt zur äusseren und inneren Infektbehandlung eingesetzt wurde. Ende der 1950er Jahre baute der Physiker Joachim Hänsler ein Gerät zur Herstellung von medizinisch verwendbarem Ozon. Im Jahr 1972 wurde in Deutschland die „Ärztliche Gesellschaft für Ozontherapie“ (heute: „Ärztliche Gesellschaft für Ozon-Anwendung in Prävention und Therapie“) gegründet. In der Schweiz gibt es seit 1986 die „Schweizerische Ärztegesellschaft für Ozon- und Sauerstoffanwendung in Therapie und Prävention SAGOS“.

Ozon ist das stärkste bekannte Oxidationsmittel und verfügt über hervorragende keimtötende Eigenschaften: Es vernichtet Bakterien, Viren und Pilze und wird deshalb zur Desinfektion eingesetzt, beispielsweise bei der Trinkwasseraufbereitung oder in Schwimmbädern. Die desinfizierenden Eigenschaften des Ozons werden auch in der genutzt, zum Beispiel in der Zahnheilkunde zur Behandlung von Wunden und infiziertem Zahnfleisch sowie zur Blutstillung. Innerlich angewendet wirkt Ozon durchblutungsfördernd, indem es die Sauerstoffversorgung verbessert und die Blutzirkulation in den kleinsten Blutgefässen fördert. Ausserdem soll Ozon in niedrigen und mittleren Dosierungen das Immunsystem anregen.

Quelle: EMR Schweiz

Notwendige Ausbildungsdauer in Std. für die Krankenkassenanerkennung in der Schweiz:

Methodenausbildung: 150
Schulmedizinische Ausbildung: Naturheilpraktiker oder Arzt

EMR-Methode Nr. 142



 

 

nach oben