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Massagepraktiken NHP 221

Massagepraktiken unterschiedlicher Art gehören zu den traditionellen Behandlungsmethoden eines Naturheilpraktikers.

Die Wurzeln der traditionellen europäischen Naturheilkunde (TEN) reichen zurück bis in die griechische Antike. Die von Hippokrates (460-377 v. Chr.) und Galen (129-199 n. Chr.) entwickelte Humoralmedizin (Vielsäftelehre) bildet die Grundlage, auf der das theoretische Konzept der Naturheilkunde aufbaut. Massgeblich beeinflusst wurde die Naturheilkunde durch die Arbeit des Arztes und Alchemisten Paracelsus (1493-1541): Er stellte die Heilkraft der Natur in den Mittelpunkt seiner Theorien und betonte, dass für jede Krankheit ein Heilmittel in der Natur gefunden werden könne. Vor allem im 19. Jahrhundert befassten sich zahlreiche Ärzte und Heilkundige wie beispielsweise Sebastian Kneipp (1821-1897) oder Johann Schroth (1789-1856) mit den naturheilkundlichen Prinzipien und entwickelten eigene Behandlungskonzepte. Auf diese Weise entstand im Lauf der Zeit ein umfassendes Heilsystem mit vielfältigen Diagnose- und Therapiemöglichkeiten.

Ein wichtiger Bestandteil der naturheilkundlichen Therapie sind seit jeher die verschiedenen Massagemethoden, die der Naturheilpraktiker im Rahmen seiner Ausbildung erlernt. Dazu gehören meist die klassische Massage, die Fuss- und die Muskelreflexzonenmassage, die Lymphdrainage und die Bindegewebsmassage. Je nach Schule können weitere Massagetechniken wie Colon-Massage oder die chinesische Tuina-Massage hinzukommen.

Massieren gehört zu den ältesten Behandlungsmethoden der Welt, und in allen Kulturkreisen haben sich Heilmassagen entwickelt. Neben der klassischen Massage entstanden im Lauf der Zeit viele verschiedene Techniken und Sonderformen wie beispielsweise die Lymphdrainage oder die Gruppe der Reflexzonenmassagen.

Durch die verschiedenen Massagegriffe übt der Masseur auf die Haut und die darunter liegenden Gewebe einen Reiz aus, der von Nervenendigungen aufgenommen und weitergeleitet wird. Durch Kneten oder Reiben können Verspannungen gelockert und Schmerzen beseitigt werden. Darüber hinaus wirkt eine Massage auch auf das vegetative Nervensystem, wodurch Körperfunktionen wie Atmung, Verdauung und Kreislauf positiv beeinflusst und die Selbstheilungskräfte des Organismus angeregt werden.

Das Prinzip der Reflexzonenmassagen beruht auf der Vorstellung, dass durch die Massage von Reflexzonen auf der Körperoberfläche die dazu gehörigen inneren Organe reflektorisch beeinflusst werden können.

Quelle: EMR Schweiz

Notwendige Ausbildungsdauer in Std. für die Krankenkassenanerkennung in der Schweiz:

Methodenausbildung: 300
Schulmedizinische Ausbildung: Naturheilpraktiker oder Arzt

EMR-Methode Nr. 221

 

 

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