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Laser-Akupunktur TCM 108

Bei der Laser-Akupunktur handelt es sich um eine spezielle Form der Akupunktur, bei der anstelle von Nadeln Laserlicht zur Behandlung der Akupunkturpunkte verwendet wird.

Die Akupunktur gehört zu den wichtigsten Behandlungsmethoden der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Grabfunde aus der Zeit von vor etwa 6000 Jahren zeigen, dass schon im damaligen China Menschen Steinsplitter verwendeten, um damit in schmerzende Körperstellen zu stechen. Später wurden Bambussplitter, Fischgräten und Knochen zu diesem Zweck eingesetzt.

In einem der wichtigsten Grundlagenwerke der chinesischen Medizin, dem „Huang Di Nei Jing“, dem „Buch des Gelben Kaisers über Innere Medizin“, das wahrscheinlich um 200 v. Chr. entstand, werden erstmals etwa 160 Akupunkturpunkte und Indikationen für ihre Anwendung beschrieben. Im Lauf der Zeit wurde die Akupunktur weiter entwickelt: In späteren historischen Werken werden 14 Haupt-Meridiane und bis zu 350 Akupunkturpunkte beschrieben.

Die erste Erwähnung der Akupunktur in Europa stammt aus dem 17. Jahrhundert. Damals beschrieb ein holländischer Arzt in einer Veröffentlichung erstmals die Verwendung von Nadeln, um das energetische Gleichgewicht im Körper wieder herzustellen. Der Begriff Akupunktur wurde von Jesuitenmönchen in Peking geprägt. Für kurze Zeit kam die Akupunktur damals in Europa in Mode, geriet dann aber wieder in Vergessenheit.

In China wurden die TCM und die Akupunktur zwar erfolgreich bei Alltagsleiden angewendet, gegen schwerere Krankheiten konnten sie jedoch wenig ausrichten und eine Chirurgie im heutigen Sinn gab es überhaupt nicht. Deshalb wurde das traditionelle Medizinsystem nach der Einführung der westlichen Medizin in China im 19. Jahrhundert zunächst in den Hintergrund gedrängt. Im Jahr 1929 wurde die TCM in China sogar teilweise verboten. In den 1950er Jahren begann die kommunistische Regierung der neu gegründeten Volksrepublik China alte nationale Kulturgüter zu fördern. In diesem Zusammenhang bemühte man sich auch, die Medizintradition der TCM wiederzubeleben und zu verbessern. Dies war der Beginn der „modernen“ TCM. Heute werden TCM und Akupunktur in China parallel zur westlichen Medizin an den chinesischen Universitäten gelehrt. Ein Teil der medizinischen Einrichtungen in China arbeitet nach den Prinzipien der traditionellen Medizin, der Bevölkerung ist freigestellt, welche Art der Behandlung sie im Krankheitsfall wählt.

Mit der Öffnung der Volksrepublik China in den 1970er Jahren nach aussen begann der Transfer der TCM-Methoden nach Nordamerika und Europa. Vor allem die Akupunktur erlebte einen regelrechten Boom, nachdem ein amerikanischer Journalist über die erfolgreiche Akupunktur-Schmerzbehandlung vor und nach seiner Blinddarmoperation in China berichtet hatte. Inzwischen gehört die Akupunktur zu den am weitesten verbreiteten alternativen Heilmethoden. Sie wurde ständig weiterentwickelt und es entstanden Varianten wie die Elektroakupunktur, die Laser-Akupunktur und die Ohrakupunktur.

Die Anwendung von Laserlicht zu medizinischen Zwecken wurde zum ersten Mal in den 1960er Jahren in Budapest untersucht. Der Chirurg Endre Mester (1903-1984) führte damals eine Reihe von Tierexperimenten durch, um die Wirkung von Laserstrahlen auf die Wundheilung zu prüfen. Mittlerweile hat sich die Lasertherapie in der Medizin etabliert. Starke Laser werden vor allem in der Chirurgie verwendet, um Gewebe zu schneiden oder zu koagulieren. Schwache Laser (Softlaser) kommen zum Einsatz, wenn Zellfunktionen stimuliert werden sollen, beispielsweise in der Dermatologie. Bei der Laser-Akupunktur nutzt der Therapeut diese stimulierende Wirkung des Laserlichts, um damit die verschiedenen Akupunkturpunkte zu behandeln.

Die Laser-Akupunktur beruht auf denselben Behandlungsprinzipien wie die Akupunktur mit Nadeln. Zu den grundlegenden Prinzipien der chinesischen Medizin gehört unter anderem die Vorstellung, dass der menschliche Körper von einer Lebensenergie (Qi) durchströmt wird und dass diese Lebensenergie in bestimmten Leitbahnen (Meridianen) fliesst. Die Meridiane durchziehen den ganzen Körper und verbinden Organe und Organsysteme zu funktionellen Einheiten. Auf den Meridianen liegen zahlreiche Akupunkturpunkte, über die der Fluss der Lebensenergie beeinflusst werden kann. Krankheiten entstehen nach chinesischer Auffassung, wenn das gleichmässige Zirkulieren der Lebensenergie im Körper gestört ist.

Bei einer Akupunkturbehandlung versucht der Therapeut, Blockaden oder Stauungen der Lebensenergie durch das gezielte Einstechen von Nadeln in bestimmte Akupunkturpunkte zu beseitigen. Die Laser-Akupunktur funktioniert nach demselben Prinzip, nur dass anstelle von Nadeln ein Laserlichtstrahl verwendet wird. Das Laserlicht, das von einem speziellen Lasergerät erzeugt wird, besteht aus extrem geordneten und gebündelten Lichtstrahlen einer einzigen Wellenlänge. Neben der spezifischen Wirkung, die durch die Behandlung der Akupunkturpunkte erzielt wird, regen die Laserstrahlen die Wachstums- und Stoffwechselprozesse in den einzelnen Körperzellen an und fördern die Durchblutung. Wie tief die Laserstrahlen in den Körper eindringen, hängt von der verwendeten Wellenlänge und von der Ausgangsleistung des Geräts ab.

Quelle: EMR Schweiz

Notwendige Ausbildungsdauer in Std. für die Krankenkassenanerkennung in der Schweiz:

Methodenausbildung: 50
Schulmedizinische Ausbildung: Naturheilpraktiker TCM oder Arzt

EMR-Methode Nr. 108

 

 

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