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Hatha Yoga 88

Yoga (altindische Gelehrtensprache Sanskrit: „yuj“ = Einheit, den Geist sammeln, Vereinigung“) ist Teil der altindischen Medizin (Ayurveda). Beim traditionellen Yoga kommen Richtlinien für alle Aspekte des Lebens zum Zug. In den westlichen Ländern wird heute die vereinfachte Form des Hatha Yoga praktiziert: Körper- und Atemübungen haben die harmonische Einheit von Körper, Geist und Seele zum Ziel.

Yoga wurde vor etwa 5000 Jahren in Indien entwickelt. Die klassische Form des Yoga geht auf den Yogameister (auch Yogi genannt) Patanjali zurück, der im 2. Jahrhundert v. Chr. die „Acht Glieder des Yoga“ (Yoga-Sutra) beschrieb. Dieser sogenannte achtgliedrige Pfad des Yoga, der in Indien auch heute noch praktiziert wird, beinhaltet Richtlinien für alle Aspekte des Lebens wie zum Beispiel für die Ernährungsweise oder die persönliche Hygiene. Die acht Schritte sollen zur Erleuchtung führen. Heutige Yogi aus Indien werden immer noch verehrt.

In Europa hörte man von Yoga erstmals im 4. Jahrhundert n. Chr., und zwar durch die Feldzüge Alexanders des Grossen in den Orient. Später entstanden zahlreiche Varianten der ursprünglichen Yoga-Lehre. In den USA und Europa wurde Yoga in den 1960er und 1970er Jahren populär. Dort fanden jedoch eher vereinfachte Techniken Anklang, wie zum Beispiel der Hatha Yoga („Yoga des Impulses“), bei dem körperliche Übungen im Vordergrund stehen. Hatha Yoga stammt aus dem 15. Jahrhundert und wurde von Yogi Swatmarama beschrieben.

Yoga ist nicht nur eine Übungstechnik, sondern auch eine Lebensphilosophie. Ziel des traditionellen achtgliedrigen Yoga-Pfades ist eine vollkommene Kontrolle über den Körper und seine Funktionen. Dadurch soll der Geist frei werden, um neue Bewusstseinsebenen und letztendlich einen Zustand der Erleuchtung zu erreichen.

Bei der im Westen verbreiteten vereinfachten Form des Hatha Yoga handelt es sich um eine mehr körperlich orientierte Form von Yoga. Ziel ist eine vollkommene Entspannung des Körpers. Dadurch können nicht nur viele Körperfunktionen wie zum Beispiel die Durchblutung positiv beeinflusst werden, sondern auch die geistigen Fähigkeiten des Übenden. Des Weiteren werden die Gelenke beweglicher gemacht. Regelmässige Yoga-Übungen rufen ein Gefühl tiefer Entspannung hervor.


Quelle: EMR Schweiz

Notwendige Ausbildungsdauer in Std. für die Krankenkassenanerkennung in der Schweiz:

Methodenausbildung: 300
Schulmedizinische Ausbildung: 150

EMR-Methode Nr. 88

 

 

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