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Fasciatherapie 77

Die Fasciatherapie (lateinisch „fascia“ = Binde) ist eine manuelle Heilmethode, bei der die Massage und Behandlung von Muskelfaszien und Bindegewebe im Mittelpunkt steht. Faszien sind feine Bindegewebsmembranen, welche die einzelnen Organe, Knochen, Muskeln und Gefässe umhüllen und miteinander verbinden.

Die Fasciatherapie entstand in den 1980er Jahren in Frankreich als Abwandlung verschiedener manueller Heilmethoden wie der Etiopathie und Osteopathie. Auch heute noch ist die Fasciatherapie vor allem in Frankreich, Belgien und dem französischsprachigen Teil der Schweiz verbreitet. Man unterscheidet zwei Formen der Fasciatherapie: die Methode von Danis Bois (MDB) und die Methode von Christian Carini (Fasciapulsologie). Danis Bois ist ursprünglich Physiotherapeut und Osteopath und heute Dozent an der Universität von Lissabon. Bei seiner Methode wenden die Therapeuten neben den manuellen Techniken auch noch bewegungspädagogische Konzepte an. Bei der Fasciatherapie Christian Carini wird den Faszien der Gefässe und dem Arterienpuls vermehrt Aufmerksamkeit geschenkt.

Physische oder psychische Belastungen oder Traumata können eine dauerhafte Verspannung der Faszien auslösen und dadurch nicht nur zu mechanischen, sondern auch zu geistigen und emotionalen Energieblockaden führen. Nicht selten lösen solche Blockaden verschiedene Beschwerden wie Schmerzen, Unwohlsein oder Müdigkeit aus. So kann zum Beispiel eine Sehnenscheidenentzündung auch Darmprobleme verursachen, oder Verspannungen der Rückenmuskulatur respektive der Muskelfaszien können Magenbeschwerden zur Folge haben. Der Fasciatherapeut kann die Faszien mithilfe verschiedener manueller Techniken entspannen und entkrampfen.

Quelle: EMR Schweiz

Notwendige Ausbildungsdauer in Std. für die Krankenkassenanerkennung in der Schweiz:

Methodenausbildung: 250
Schulmedizinische Ausbildung: 150

EMR-Methode Nr. 77

 

 

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