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Colon-Hydro-Therapie 51

Bei der Colon-Hydro-Therapie wird der Dickdarm (Colon) mittels eines speziellen Geräts mit Wasser durchspült, um ihn von krankmachenden Stoffen zu reinigen.
Herkunft

Einläufe oder Wasserspülungen des Darms zur Entgiftung des Körpers wurden in vielen alten Kulturen angewendet. In der indischen Medizin sind Darmreinigungen heute noch ein fester Bestandteil der ayurvedischen Behandlung. Bei den alten Ägyptern wurden Schilfrohre, Tierblasen und Flaschenkürbisse zur Darmreinigung angewandt. Der griechische Arzt Hippocrates (460-377 v. Chr.) war basierend auf der Säftelehre der Meinung, dass vermehrte Ausscheidungen Krankheiten beenden. Aus diesem Grund verordnete er Einläufe mit Eselsmilch, Honig, Salz oder Wein und Olivenöl. Die sogenannte Klistierspritze, bestehend aus einem Ballon und einem Hartgummirohr, wurde vermutlich im 11. Jahrhundert im persisch-arabischen Raum erfunden und wird heute noch zur Darmspülung angewendet. Im mittelalterlichen Europa wurde die Klistierspritze als ausleitendes Verfahren rege benutzt.

Als Vorläufer der heutigen Colon-Hydro-Therapie gilt das zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte subaquale Darmbad (Sudabad), das in einer Spezialbadewanne durchgeführt wurde. Der Wiener Gynäkologe und Naturheiler Bernhard Aschner (1883-1960) führte das Sudabad nach seiner Emigration in die USA dort im Klinikalltag ein. Die Wanne wies jedoch einige technische und hygienische Mängel auf und wurde deshalb in den 1970er Jahren durch moderne Geräte ersetzt, die in Zusammenarbeit mit der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA entwickelt worden waren. Heute ist die Colon-Hydro-Therapie eine bekannte und insbesondere in den USA weit verbreitete Form der Darmreinigung und Darmsanierung.

Die Colon-Hydro-Therapie beruht auf der Vorstellung, dass während des Verdauungsvorgangs im Darm Abfallstoffe und Krusten entstehen, die nicht vollständig ausgeschieden werden können. Dadurch kommt es zu mechanischen Behinderungen der Darmperistaltik, zu Schädigungen der Darmflora und zu Entzündungen der Darmwand. Diese Veränderungen beeinträchtigen die Darmfunktion, so dass Nährstoffe schlechter oder gar nicht mehr aufgenommen werden. Zusätzlich bilden sich im Darm Giftstoffe, die durch die Darmwand in das Blut gelangen. Diese „Selbstvergiftung“ kann den ganzen Organismus schädigen. Durch die Darmspülungen mit Wasser sollen die schädlichen Abfallprodukte („Schlacken“) entfernt und der Darm gereinigt werden. Die Reinigung des Darms regt die Darmfunktion an und entlastet darüber hinaus das Stoffwechsel- und Abwehrsystem des Körpers. Ziel der Therapie ist der Aufbau einer gesunden Bakterienbesiedlung des Darms.

Quelle: EMR Schweiz

Notwendige Ausbildungsdauer in Std. für die Krankenkassenanerkennung in der Schweiz:

Methodenausbildung: 150
Schulmedizinische Ausbildung: Heilpraktiker oder Arzt

EMR-Methode Nr. 51


 

 

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