Sie sind hier: Startseite » Therapiemethoden

Biodynamische Psychologie / Biodynamik 40


Bei der biodynamischen Psychologie (nach Gerda Boyesen) handelt es sich um eine Form der Körperarbeit, die Elemente aus der Psychotherapie, der Atemtherapie und der Massage miteinander verbindet. Die Begriffe biodynamische Psychologie, Biodynamik und biodynamische Körperpsychotherapie werden oftmals synonym verwendet.

Die biodynamische Psychologie oder Körperpsychotherapie geht auf die norwegische Diplompsychologin und Physiotherapeutin Gerda Boyesen (1922-2005) zurück. Auf der Grundlage der Arbeiten von Sigmund Freud, Carl Gustav Jung und Wilhelm Reich entwickelte sie in den 1950er und 1960er Jahren in Norwegen eine eigene Therapieform, die mittlerweile in ganz Europa verbreitet ist. 1968 wanderte Gerda Boyesen nach London aus, wo sie auch das erste von einer Frau geführte Psychotherapie-Institut eröffnete.

Zu den wichtigsten Entdeckungen von Gerda Boyesen gehört die Erkenntnis, dass das vegetative System des Körpers bei der Verarbeitung von psychisch Erlebtem eine wichtige Rolle spielt, das heisst das Vegetativum fungiert sozusagen als „Sprachrohr“ der Seele. Eine zentrale Rolle nimmt dabei der Darm ein: Er „verdaut“ nicht nur Nahrung, sondern auch psychischen und emotionalen Stress. Boyesen nannte diesen Zusammenhang „Psychoperistalsis“.

Nicht verarbeitete Emotionen führen zu Verspannungen der Muskulatur und Veränderungen der Körperhaltung, die wiederum Krankheiten auslösen können. Umgekehrt lassen sich aus den körperlichen Verspannungen Rückschlüsse auf Verhaltensmuster und Probleme ziehen. Ziel der biodynamischen Psychologie ist es, die Verspannungen mit Hilfe von Massagen und Atemtechniken bewusst zu machen und zu lösen. Dadurch können die natürlichen Selbstregulations- und Heilungskräfte des Körpers aktiviert, psychische Blockaden und Traumata behoben und die Wahrnehmung des eigenen Körpers und der Emotionen verbessert werden.

Quelle: EMR Schweiz

Notwendige Ausbildungsdauer in Std. für die Krankenkassenanerkennung in der Schweiz:

Methodenausbildung: 500
Schulmedizinische Ausbildung: 150

EMR-Methode Nr. 40


 

 

nach oben